Tarifrebellion 2021

2. Verhandlungsrunde

2. Verhandlungsrunde

Chance verspielt!

Am 31.08.2021 fand die zweite Verhandlungsrunde zur Tarifrunde mit den Arbeitgeberverbänden Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen (VVWL) und dem Arbeitgeberverband für das Verkehrs- und Transportgewerbe im Bergischen Land e.V. (VBU)

Die Arbeitgeber verweigern die Verhandlung über die Entgeltstufen für gewerblich Beschäftigte!
Wir bleiben dabei! Ein zukunftsorientiertes neues und gerechtes Entlohnungssystem für ALLE muss her!

Die Arbeitgeber müssen die Konsequenzen tragen! 
Weitere Informationen werden folgen.

UNSERE FORDERUNG: Für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 6 % mehr, mindestens 150 €
Ein ganz neues 6-stufiges Lohnsystem für Gewerbliche: Alle 2 Jahre monatlich +145 €
Für Auszubildende 80 € monatlich mehr. Ausbildungsjahre = Beschäftigungsjahre

Verhandlungsauftakt mit dem VSL (Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen) ist am 14.09.2021 

Translation

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Tarifverträge

Stell Dir vor, Du erbst nichts, Du nennst keine Häuser Dein Eigen, hortest kein Vermögen und bist nicht Firmenchef. Also musst Du vom Lohn deiner Arbeit leben. Stell Dir vor, Du müsstest diesen Lohn selbst mit Deinem Chef aushandeln. Du rechnest ihm vor, was Deine Arbeit wert ist, wie er Deine besondere Qualifikation vergüten und die Belastungen der Schichtarbeit ausgleichen sollte.

Klar, das grenzt an Bettelei. Damit es dazu nicht kommt, gibt es Tarifverträge. Die werden zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften ausgehandelt und geschlossen. Ein schriftlicher Vertrag, rechtlich abgesichert und einklagbar. 

Jedes Jahr etwas mehr Geld bekommen, das ist keineswegs die Regel. Ob es der Gewerkschaft gelingt, eine Tariferhöhung oder bessere Arbeitsbedingungen mit dem Arbeitgeberverband auszuhandeln, hat nicht allein mit Verhandlungsgeschick zu tun, sondern damit, ob genügend Druck gemacht wird.

Der Streik ist das wichtigste Mittel im Arbeitskampf, um den Druck auf die Arbeitgeber so zu erhöhen, dass sie am Verhandlungstisch einlenken. Der Druck ist umso mächtiger, je mehr Beschäftigte die Arbeit niederlegen. Ohne Streik verkäme eine Tarifverhandlung zur kollektiven Bettelei, hat das Bundesarbeitsgericht festgestellt. Wie stark eine Gewerkschaft ist, hängt von der Zahl ihrer Mitglieder ab. Die Grundformel ist einfach: Je mehr Mitglieder sich engagieren, desto größer ist die Durchsetzungskraft und desto besser ist der Tarifvertrag.