Tarifrebellion 2021

Tarifziele stehen fest - Jetzt Dein Support

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Beschäftigtenbefragung mit tollem Ergebnis abgeschlossen

Einen Monat lang hatten die Beschäftigten in der Logistik die Chance, ihre Vorstellungen zur Tarifrunde 2021 einzubringen. Der Rücklauf hat die Erwartungen deutlich übertroffen.
Auf der Basis der Befragung hat die Tarifkommission die Ziele für die Tarifrunde 2021 festgelegt.

1. 6 Erfahrungsstufen für alle. Erhöhung alle 2 Jahre mindestens 145 €
2. Erhöhung der Entgelte um mindestens 6 %.
Bevor die Ziele zur Forderung werden braucht es Dich!

Erstens:
Einführung eines einheitlichen Entgeltgruppensystems für Arbeitnehmer*innen (kaufmännisch-technische und gewerbliche Mitarbeiter*innen) mit folgenden Eckpunkten:
Das Entgeltsystem hat 6 Stufen.
Die Stufensprünge erfolgen zum 3., 5., 7., 9. und 11. Beschäftigungsjahr.
Der Erhöhungsbetrag für jede Stufe beträgt mindestens 145 €.
Ausbildungsjahre in der Branche werden bei der Einstufung berücksichtigt.

Zweitens:
Die Entgelte der Arbeitnehmer*innen steigen um 6 %, mindestens aber um 150 € bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
Die Ausbildungsvergütungen steigen um 80 € bei einer Laufzeit von 12 Monaten.
Die Forderung kann durch eine Entgeltsteigerung aus der ersten Forderung erfüllt werden.

Endgültiger Beschluss zur Forderungshöhe am 30. Juli 2021

Die abschließende Höhe der Forderungen hängt von der bis dahin entwickelten Durchsetzungskraft ab. Sollte die Durchsetzungskraft als zu niedrig eingeschätzt werden, wird die Tarifkommission Abstriche bei der Forderungshöhe beschließen.

Unterstützungskriterien

Bei der Entscheidung der Tarifkommission am 30. Juli 2021 werden folgende Kriterien zugrunde gelegt:

3.200  Unterstützungserklärung
50       Untersützungserklärungen von Betriebsratsgremien
300     Neue Mitglieder
20       Betriebe werben mehr als 5 neue Mitglieder
Tarifkommissionsmitglieder erreichen ihr betrieblich festgelegtes Ziel

TARIFZIELE STEHEN - JETZT DEIN SUPPORT

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Tarifverträge

Stell Dir vor, Du erbst nichts, Du nennst keine Häuser Dein Eigen, hortest kein Vermögen und bist nicht Firmenchef. Also musst Du vom Lohn deiner Arbeit leben. Stell Dir vor, Du müsstest diesen Lohn selbst mit Deinem Chef aushandeln. Du rechnest ihm vor, was Deine Arbeit wert ist, wie er Deine besondere Qualifikation vergüten und die Belastungen der Schichtarbeit ausgleichen sollte.

Klar, das grenzt an Bettelei. Damit es dazu nicht kommt, gibt es Tarifverträge. Die werden zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften ausgehandelt und geschlossen. Ein schriftlicher Vertrag, rechtlich abgesichert und einklagbar. 

Jedes Jahr etwas mehr Geld bekommen, das ist keineswegs die Regel. Ob es der Gewerkschaft gelingt, eine Tariferhöhung oder bessere Arbeitsbedingungen mit dem Arbeitgeberverband auszuhandeln, hat nicht allein mit Verhandlungsgeschick zu tun, sondern damit, ob genügend Druck gemacht wird.

Der Streik ist das wichtigste Mittel im Arbeitskampf, um den Druck auf die Arbeitgeber so zu erhöhen, dass sie am Verhandlungstisch einlenken. Der Druck ist umso mächtiger, je mehr Beschäftigte die Arbeit niederlegen. Ohne Streik verkäme eine Tarifverhandlung zur kollektiven Bettelei, hat das Bundesarbeitsgericht festgestellt. Wie stark eine Gewerkschaft ist, hängt von der Zahl ihrer Mitglieder ab. Die Grundformel ist einfach: Je mehr Mitglieder sich engagieren, desto größer ist die Durchsetzungskraft und desto besser ist der Tarifvertrag.