Tarifverhandlung für Euch

ARBEITGEBER SPIELT AUF ZEIT!

Die Verhandlung hat gezeigt:
Sie sagen mehr als sie im Arbeitgeberentwurf rechtlich verbindlich zusichern wollen.

Am 30.09.2021 fand die zweite Verhandlungsrunde zwischen FedEx und ver.di für die 4 Stationen in NRW statt.

Wir hatten bereits in der ersten Verhandlungsrunde dem Arbeitgeber ein Tarifvertragstext vorgelegt. Daraufhin bat der Arbeitgeber um Zeit. Jedoch lehnte er unsere zentrale Forderung nach einer Lohnsteigerung bezogen auf den derzeitigen Lohn ab.

Daraufhin verliehen wir unseren Forderungen mit Streikmaßnahmen Nachdruck.

Am 30.09.2021 legte der Arbeitgeber seinerseits einen Tarifvertragstext vor.

Der Arbeitgeberentwurf machte leider deutlich, dass sich das gesprochene Wort nicht in dem zukünftig rechtlich verbindlichen Arbeitgeberentwurf wiederfindet. Es fällt weit hinter den Versprechen, die euch in den Stationen gegeben wurden, zurück!

1.      Ein nicht sinkender Besitzstand wurde versprochen. Steht jedoch nicht im Text. Auch nach mehrmaliger Aufforderung konnte der Arbeitgeber uns die Textpassage nicht zeigen, in der dies stehen soll, obwohl er es mündlich wiederholt versprach. Das lässt uns verständnislos zurück.

2.      „Niemand soll etwas verlieren“ wurde den Mitarbeitern in Gesprächen gebetsmühlenartig zugesagt. Im Arbeitgeberentwurf werden zwar bestimmte Zulagen und die alte Zuschlagsregelung zugesichert, jedoch fehlen alte Regelungen*, wodurch es zu Verschlechterungen kommen wird.

3.      Das, was im Flächentarifvertrag besser ist, soll auch gelten. Diese Behauptung ist nicht mehr aufrecht zu halten. Es soll weder die 39 Stunden-Woche gelten noch soll das Urlaubsgeld in Höhe von 14 € pro Tag gezahlt werden. Die Begründung hierfür entbehrte jeder Grundlage.

Die Fragen, die sie nicht beantworten können, lassen uns Böses ahnen. Wo liegt zukünftig die AT-Grenze? Bei 5 % über der TG11 oder der S1? Was passiert mit Beschäftigten, die sich beruflich weiterentwickeln, z.B. als Kurier zum Disponenten werden?

Und das Wichtigste zuletzt: Zukünftige Lohnerhöhungen werden in dem Arbeitgeberentwurf an keiner Stelle erwähnt.

Der Arbeitgeberentwurf macht eins deutlich. Das, was in den Stationen erzählt wird, findet sich nicht in dem Arbeitgeberentwurf wieder. Der Arbeitgeber fällt hinter seine Versprechen zurück auf Kosten seiner Beschäftigten!

Der Arbeitgeber wird sich nicht von alleine bewegen, nur die Beschäftigten können dies bewirken.
Wir wollen Taten sehen und nicht nur Versprechungen hören.

*Du fragst dich vielleicht warum nicht alle besseren Regelungen aus dem alten VTV und MTV in der ver.di Forderung stehen. Viele dieser alten Regelungen sind auch im Flächentarifvertrag geregelt und sind aufgrund der Friedenspflicht in diesen Teilen des Tarifvertrages mit einem Streikverbot versehen. Wir fordern nur das, was unter Berücksichtigung des Flächentarifvertrages mit Arbeitskämpfen begleitet werden kann. Ansonsten wären alle Streiks zu sämtlichen Forderungen rechtlich verboten. Wir sind aber natürlich dann offen für Verhandlungen zu allen Regelungen, wenn der Arbeitgeber diese, wie er es mündlich zugesagt hat, auch rechtlich zusichert. Er sagt, der Text sei eine Antwort auf den Willen seiner Beschäftigten. Dies können wir nicht erkennen. Wir wollen Taten sehen und nicht nur Versprechungen hören.

Zussammengefasst:

Ein nicht sinkender Besitzstand wird versprochen
Steht nicht im Arbeitgeberentwurf

Niemand soll etwas verlieren
Steht nicht im Arbeitgeberentwurf

Das was besser im Flächentarif ist soll gelten
Steht nicht im Arbeitgeberentwurf

Offene Fragen lassen uns Böses ahnen:
Wo liegt zukünftig die AT Grenze? Bei 5 % über der TG11 oder der S1?

DAS WICHTIGSTE ZULETZT:
Zukünftige Lohnsteigerungen
Stehen nicht im Arbeitgeberentwurf

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ARBEITGEBER PROVOZIERT REALLOHNVERLUSTE

Unsere Forderung

  1. Eine vollumfängliche Absicherung eurer aktuellen Vergütung; inklusive der Zulagen!

  2. Eine vollumfängliche Teilhabe an Lohnerhöhung Aufgrundlage eurer derzeitigen Vergütung. NICHT lediglich aufgrundlage des Flächentarifs!

Antwort des Arbeitgeber

  1. KEINE Aussage zu den Zulagen!

  2. KEINE vollumfängliche Teilhabe an Lohnerhöhungen Aufgrundlage euer derzeitigen Vergütung!

  3. KEINE Verhandlung über die neuen Beschäftigten und damit die Spaltung der Belegschaft!

Damit drohen euch Reallohnverluste über die kommenden Jahre! Wollt ihr euch das gefallen lassen? WIR NICHT! 

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FEDEX LENKT EIN!

Die Verhandlungen zur tariflichen Absicherung beginnen am: 15.09.21
Unser Ziel:
ZUKUNFTSPERSPEKTIVE FÜR EURE VERGÜTUNG!

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DER ARBEITGEBER HAT BIS ZUM MITTWOCH, DEM 08.09.21, DIE LETZTE CHANCE DEN
VERHANDLUNGSWEG ZU WÄHLEN

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Mit der Kündigung der Haustarifverträge zum 30.06.2021 und dem Eintritt in den Arbeitgeberverband zum 01.07.2021 ist FedEx in den Flächentarifvertrag Spedition, Logistik & KEP NRW geflüchtet mit (meist) niedrigeren Löhnen und Gehältern.

Wir sehen dem nicht tatenlos zu! Wir wollen mit FedEx einen Überleitungs- und/oder Ergänzungstarifvertag für die Stationen in NRW verhandeln, um die besseren Bedingungen des Haustarifvertrages im Flächentarifvertrag abzusichern und so eine Teilhabe der Beschäftigten an der Tarifentwicklung auch zukünftig sicherzustellen.

Dem Unternehmen FedEx geht es wirtschaftlich gut. Der Nettogewinn stieg von 1,3 Milliarden US-Dollar im Fiskaljahr 2020 (1.6.2019 bis 31.5.2020) auf über 5,2 Milliarden US-Dollar im Fiskaljahr 2021 (1.6.2020 bis 31.5.2021) an.

Gleichzeitig findet die Tarifverhandlung im Flächentarifvertrag statt. Unter der Kampagnen-Seite findest Du alle wichtigen Informationen. Ab dem 01. September 2021 endet die Friedenspflicht für diesen Tarifvertrag. Sollten die Arbeitgeberverbände nicht entsprechend auf unsere Forderung eingehen, kann es zu Streiks kommen.

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